Wasser & Seife

Als die Pandemie neu war, wusch ich mir zu viel die Hände und meine Haut kaputt. Mosul Eye schimpfte und sagte, ich dürfe nur gute Seife verwenden: Aleppo-Seife. Ich hatte noch nie davon gehört. Ich nahm an, dass ich sie in Deutschland sowieso nicht bekomme und vergaß das Ganze. Bis ich vorgestern wieder auf einen Seifen-Tweet stieß. Und siehe da: Man kann sie bei Amazon bestellen. Zuweilen findet man sie auch auf Weihnachtsmärkten, riet mir eine syrische Freundin.

Aleppo-Seife

Die Seife besteht aus Olivenöl und Lorbeeren und wird traditionell zwischen November und März produziert und zwar auf folgende Weise, wie Wikipedia weiß:

Über Bodenkesseln auf offenem Feuer wird Olivenöl bis zu drei Tage unter häufigem Rühren auf etwa 200 ° Celsius gesiedet. Zur Verseifung werden schrittweise Wasser und Soda-Asche zugeführt. Dabei wird das Olivenöl in Glyzerin und Natriumsalz aufgespalten. Kurz vor dem völligen Aussalzen wird das Lorbeeröl hinzugegeben, dessen Anteil üblicherweise zwischen zwei und 40 Prozent, selten bis 60 Prozent der Ölmenge variiert

Die Seife ist quasi geruchlos und schäumt nur leicht, aber man merkt sofort wie ölig sie ist. Die Haut trocknet tatsächlich wenig aus.

Freibad Mertesdorf

Erst Seife, dann Wasser: Großes Glück bereitete mir die erste Schwimmrunde in diesem Jahr. Mein Hausbad wird renoviert, also fuhr ich ins Umland. Die ersten Bahnen lassen mich meinen Wal-Zustand mehr wahrnehmen als mir lieb ist, aber nach 30 Minuten tun die Muskeln so weh wie sie weh tun sollen. Wale sind vermutlich ganz gute Schwimmer, fällt mir beim Tippen auf, freundlich auch, jedenfalls lässt man Touristen mit ihnen schwimmen. Freundlich sind auch die Menschen um mich herum. Überall so eine Erleichterung doch wieder ein Stück im Leben zu sein.

2 Gedanken zu „Wasser & Seife“

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